Grußwort des Urania Landesverbandes

Urania Landesverband zum 30jährigen Bestehen des Urania Barnim e. V.

Die URANIA im Land Brandenburg

Eine Welle des Glücks überzog das Land, als 1989 die Mauer fiel, und wohl kaum jemand sehnte sich ernsthaft nach den Strukturen der DDR-Zeit zurück. Jedoch eine der positiv empfundenen war die Organisation der URANIA.
Schon ein Jahrhundert vorher, 1888, war sie u. a. von Wilhelm Foerster, dem Direktor der Berliner Sternwarte, gegründet worden und erhielt folglich den Namen der mythologischen Muse der Himmelskunde Urania. Als Vorbild dienten die Kosmos-Vorträge von Alexander von Humboldt aus den 1820er Jahren. Wissenschaft zu popularisieren und Volksbildung im Allgemeinen zu vermitteln, war bei der Neugründung der URANIA-Gesellschaft 1954 in der DDR ein Hauptargument. Auch wenn sie staatlicher Kontrolle unterlag, bot die Organisation eine Nische für Neugierige und Wissensdurstige. Konnten sie doch hier Vorträge zu Wissenschaft und Technik, aber auch über Paris, London oder andere Gebiete der Erde hören, die zu erleben, ihnen verwehrt blieb.

1990 brachte einen tiefen Schnitt. Die URANIA wurde in allen Kreisstädten der DDR aufgelöst, die Mitarbeiter/innen wurden arbeitslos und mussten sich neu orientieren. Nur durch den Mut und das Engagement einzelner Menschen, die die URANIA-Idee nicht aufgeben wollten, überlebte sie in einigen Regionen durch die Neugründung in Form gemeinnütziger Vereine. Das waren damals Cottbus, Frankfurt/Oder, Märkisch-Oderland, Potsdam, Teltow-Fläming, Uckermark und insbesondere der Barnim.

Alle neu gegründeten Vereine kämpften mit ähnlichen Sorgen. Wie finanziert man die Arbeit, die Betriebskosten, welche Themen interessieren die Menschen? Wie wirbt man? Das Potential zur Organisation von Veranstaltungen war vorhanden, jetzt galt es kreativ zu sein und die neue Gesellschaft nach Fördermitteln und Projekten auszuloten. Der Gedanke eines Verbands kam auf, in dem man sich zu diesen Fragen austauschen konnte. So wurde am 20. März 1991 der URANIA-Landesverband e.V. mit Sitz in Potsdam gegründet, der genau dafür eine Plattform bot. Die Geschäftsführung dieser Landesorganisation vertrat die URANIA-Vereine auch in politischen Gremien auf Landesebene. Das war wichtig, zum Beispiel wenn es um die öffentliche Wahrnehmung oder die Finanzierung vom Land ging.

Einer der aktivsten Urania-Vereine im Land Brandenburg ist Bernau im Barnim. Es ist erstaunlich, welchen Zuspruch das enorme Programm erhält, das von ehrenamtlich tätigen Menschen gestemmt wird!

Herzlichen Glückwunsch zum 30-jährigen Jubiläum an den Urania Barnim e.V.!

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